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Ukraine: Russland greift mit fünf Raketen und 75 Drohnen an
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Russland behauptet, dass die Ukraine Energiestationen beschossen habe.
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Konsultationen zwischen US-amerikanischen und europäischen Delegierten in Paris
Berlin/Moskau/Kiew/Paris, 17. April (dpa) – Wie aus Moskau gemeldet wurde, haben russische Streitkräfte erneut Ziele innerhalb der Ukraine mit Raketen und Drohnen beschossen. Laut ukrainischem Bericht sind dabei verschiedene Personen ums Leben gekommen, viele weitere wurden verletzt. Darüber hinaus griffe die Ukrainische Armee laut Informationen vom russischen Verteidigungsministerium mehrere Gebiete an, indem sie eigene Flugdrohnen einsetzte. In dieser Woche sollen Außenminister Marco Rubio sowie Sonderbeauftragter für Sicherheitsfragen im Amt des amerikanischen Präsidentschaftsbüros, Steve Witkoff, sich in Paris mit Regierungsvertretern verschiedener europäischer Länder treffen. Der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani, wird ebenfalls diesen Donnerstag nutzen, um einen Termin bei Präsident Vladimir Putin in dessen Residenz in Moskau wahrzunehmen; das Thema dieses Treffens ist ebenso wie alle vorherigen Treffen auf eine Beendigung des durch Russland initiierten Konflikts hinweisen.
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe insgesamt fünf Raketen sowie 75 Drohnen eingesetzt. Von diesen wurden 25 Drohnen abgefangen und vernichtet. Etwa 30 weitere Drohnen scheiterten offensichtlich an elektronischen Gegenmaßnahmen und konnten ihre Zielobjekte nicht erreichen. Die ukrainische Luftwaffe gab jedoch keine Auskunft darüber, was mit den übrigen 20 drohnenbasierten Angriffen und den Raketen geschah.
In der südlichen ukrainischen Stadt Dnipro wurden während eines massiven Drohnenangriffs am Mittwochnachmittag drei Personen getötet, einschließlich eines Kindes. Dies berichtete Serhij Lyssak, Gouverneur des Rajons Dnipropetrowsk, über den Messenger Dienst Telegram. Es gab 30 Verletzte, davon fünf Kinder. 16 dieser Opfer werden momentan im Krankenhaus versorgt. Die Attacke hat mehrere Feuer entfacht. Nach Angaben des Stadtoberhäuptlings von Dnipro, Borys Filatow, traf ein Angriff das Gebiet innerhalb von 100 Metern um die Bezirksadministration herum. Zumindest 15 Wohngebäude sind dabei beschädigt worden, darunter ein Studentenheim, eine Schule sowie eine Nahrungsmittelproduktionsanstalt.
In Nikopol, das auch zurRegion Dnipropetrowsk gehört, wurden während der Nacht zum Donnerstag zwei Personen getötet und fünf weitere verletzt, wie es der Gouverneur Oleksander Lysjak mitteilte. Die russischen Truppen bombardieren ständig Nikopol aus ihren Positionen außerhalb des Dnjepr-Flusses heraus. Gemäß Angaben lokalerBehördeninChersonwurdewährendeinemAngriffeinePersongetötundfünfweitereverletzti,namentlichinderJugendliche.
RUSSLAND: UKRAINISCHE ANGRIFFE GEGEN SECHS RÄUME
Gemäß den Angaben aus Russland haben die Ukrainer mehrere drohende Raketenangriffe auf verschiedene russische Gebiete gestartet. Laut dem Verteidigungsministerium in Moskau wurden während der Nacht zum Donnerstag insgesamt 71 ukrainische Drohnen von den russischen Streitkräften abgefingen und vernichtet. Sechs differente Oblaste innerhalb Russlands waren betroffen, wie das Ministerium bekannt gab. Einzig in Kursk, einem Ort direkt an der Grenze zur Ukraine, wurde ein Kontingent von 49 Drohnen neutralisiert. Darüber hinaus gelang es auch über anderen Randgebieten des Landes, darunter Bryansk entlang der Grenze, sowie Oryol, Ryazan, Vladimir und Tula tief im Inneren des Territoriums, die feindlichen Drohnen zu stoppen.
Am Donnerstag erklärte das russische Verteidigungsministerium, dass die Ukraine am Vorabend zehn Attacken gegen die russische Energiesysteme durchgeführt hatte. Demgemäß wurde ein Abkommen verletzt, welches vom US-amerikanischen Staat mediiert wurde und derartige Anschläge verbietet. Laut dem Zitat des Ministers durch die russische Nachrichtenagentur Interfax wurden diese Informationen weitergegeben. Sowohl Russland als auch die Ukraine beschuldigen sich gegenseitig mehrfach, die im März getroffene Vereinbarung bezüglich eines Waffenstillstands für energiewichtige Bereiche gebrochen zu haben.
Im Ukrainekonflikt teilte der größste private Energiekonzern DTEC mit, dass die russische Attacke Schäden an seiner Energieinfrastructure in der Region Dnipropetrowsk verursacht hat. (Meldung von: Julija Dissa, smartlink.biz.id Büro Moskau; erstellt von Sabine Ehrhardt und überarbeitet von Kerstin Dörr. Für Rückfragen kontaktieren Sie uns bitte bei Berlin.Newsroom@ThomsonReuters.com (für Politik und Wirtschaft) oder Frankfurt.Newsroom@ThomsonReurers.com (für Unternehmens- und Marktberichte).