Fett ist eben doch nicht das Gleiche wie Fett – oder etwa doch? Laut einer umfangreichen Studie von Harvard gibt es bei Butter und Öl erhebliche Unterschiede.

Klingt auf den ersten Blick ganz simpel, doch laut einem Harvard-Studie Den entscheidenden Unterschied ausmachen: Die Ersetzung der Butter durch pflanzliche Öle reduziert laut den aktuellsten Studienergebnisse das Sterberisiko beträchtlich.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben über einen Zeitraum von mehr als dreißig Jahren die Ernährungsgewohnheiten von über 221.000 gesunden Erwachsenen erforscht. Die Daten basieren auf drei bedeutenden Studien: der Nurses' Health Study ,, der Nurses' Health Study II sowie dem Health Professionals Follow-up Study Alle vier Jahre ergaben die Befragten Fragebögen ihre Ernährungserfassungen, welche auch Angaben zum Verzehr von Butter und Öl beinhalteten.

Die Wissenschaftler berechneten den Konsum von Butter, einschließlich der gemeldeten Mischungen aus Butter und Margarine, cremiger Butter sowie der Butter, die in Lebensmittelprodukten und Brote vorhanden sind oder bei Zubereitungsprozessen wie Backen und Frittieren eingesetzt wird. Die Aufnahme pflanzlicher Öle wurde basierend auf deren Verwendung für das Anbräunen, Andünsten, Backen und als Dressing für Salate abgeschätzt.

Zu Beginn der Studie litten die Teilnehmenden weder an Krebs noch an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Verstorbenen Teilnehmenden wurden hinsichtlich ihrer Ernährungsform und Todesursache untersucht, um das Sterberisiko zwischen Personen mit unterschiedlichem Butter- oder Ölverzehr zu vergleichen.

Lieber auf Butter verzichten

Das Ergebnis zeigte, dass Teilnehmer, welche täglich ungefähr zwei Komma fünf bis drei Tee-Löffel Butter verzehrten, eine erhöhte Sterblichkeit von siebzehn Prozent aufwiesen. Anders ausgedrückt, ihre Todestrate lag um 15 Prozent höher Im Vergleich zu Menschen, die kaum oder überhaupt keine Butter verzehrten. Hingegen zeigten die Probanden mit dem größten Konsum von pflanzlichen Ölen eine Reduzierung des Risikos um 16 Prozent im Vergleich zu denen, welche den geringsten Verzehr an pflanzlichen Ölen hatten.

Dabei kann bereits der Wechsel auf weniger Butter pro Tag ausreichen. Studienautor Daniel Wang Zu langfristigen Gesundheitsvorteilen kommen sie daher. Der primäre Grund für ihre positive Wirkung sind dabei deren geringe Menge an saturierter Fettessenz. Saturierte Fettsäuren können den Spiegel des LDL-Cholesterins steigern - auch bekannt als "schlechtes Cholesterin" -, wodurch das Risiko von Herzerkrankungen sowie Schlaganfällen zunimmt. Im Umkehrschluss bieten sich Pflanzenöle durch ihren hohen Anteil an unsaturierten Fettsäuren dar, welche das Kreislaufsystem unterstützen und entzündungshemmend wirken.

Laut den Forscherinnen gelten Oliven-, Rapsoel und Sojaoil als besonders nützlich aufgrund ihrer Inhalte an sowohlOmega-6- als auch wichtigen Omega-3-Fettsäuren.

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Allgemeingültigkeit ist ungewiss

Ernährungsstudien weisen häufig Schwachstellen auf, insbesondere wenn es um den Einsatz von Fragebögen geht, die sich auf das Gedächtnis der Beteiligten stützen.

Menschen mit einem hohen Verzehr an Butter könnten generell ungesundere Essgewohnheiten haben und somit ein höheres Risiko für Todesfälle aufweisen. Im Umkehrschluss könnten Personen, die stattdessen pflanzliche Öle nutzen, sowohl vom Nutzen dieser Öle als auch von einer insgesamt gesünderen Ernährungsweise profitieren, etwa durch den Einsatz frierer Zutaten. Des Weiteren ist das Einkommen relevant, da es Einfluss darauf hat, ob man sich nahrhaftere Lebensmittel leisten kann, wodurch wiederum die Ergebnisse der Studie beeinträchtigt werden könnten.

Quellen : Harvard-Studie , Nurses' Health Study , Health Professionals Follow-up Study , The Harvard Gazette , T-Online , falstaff

Olivenöl-Prüfung: Spitzenleister und kostengünstiger Empfehlungs-Tip der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat 25 verschiedene Olivenöle auf ihre Qualität hin überprüft. Dabei bekamen sieben der untersuchten Produkte eine Bewertung von „gut“, jedoch kein Öl den Status „sehr gut“. Das beste Produkt im Test war das „Rewe Beste Wahl Italienisches Natives Olivenöl Extra“. Die Ergebnisse des Tests wurden im Januar 2025 veröffentlicht und die angebotenen Öle waren im Februar 2025 geprüft worden.

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