Ärztehaus vom Tisch

ZweiNachbarn verbünden sich: Eine neue gemeinsame Praxis wird geboren.

In Schalksmühle werden bald Änderungen beim medizinischen Versorgungsangebot geben. Zwei Arztgründer planen jetzt einen gemeinsamen Praxissitz, was auch Auswirkungen auf die geplante ärztliche Praxisräume haben wird.

In Schalksmühle passieren gerade Neuigkeiten auf dem Gebiet der Allgemeinmedizin: Aktuell benachrichtigt Andreas Garthoff durch einen Zettel an seiner Tür seine Patienten darüber, dass bald etwas Änderungen kommen. Genaueres Datum steht noch aus und hängt davon ab, ob die Kassenärztliche Vereinigung zustimmt. Falls jedoch im Mai alles genehmigt wird, als erwartet, plant Dr. Garthoff seinen Umzug von seiner heutigen Praxis in der Hälverstraße, welche direkt oberhalb der Hirsch-Apotheke liegt, zusammen mit Margret E. Lehmkühler in eine gemeinsame Arztpraxis umzuziehen. Dieser Umzug betrifft also keinen großen Weg; vielmehr handelt es sich lediglich um eine kurze Überführung quer über das Parkdeck zwischen den beiden Standorten hinweg. Obwohl die Adresse des Büros von Frau Lehmkühler offiziell Mühlenstraße 4 lautet, befinden sich beide Sprechstunden tatsächlich nur etwa Hundert Meter voneinander entfernt, gemessen vom rückwärtigen Ausgang ihres Gebäudes bis zum seines.

Zwei Nachbarn vereinen ihre Kräfte: Eine neue gemeinsame Praxis wird geboren.

Konzentration der Kräfte: "Es ist sicher, dass wir uns zusammenschließen werden, doch der genaue Zeitpunkt bleibt noch unbestimmt", erklärt Andreas Garthoff bei näherer Frage und bittet darum, ein wenig geduldet zu werden, da er der KVWL nicht vorzeitig Informationen geben möchte. Garthoff übernahm die Praxis oberhalb der Hirschapotheke Anfang des Jahres 2020/21 von Ursula Altun. Seit einer Weile betreibt nun Margret E. Lehmkühler die angrenzende Praxis gemeinsam mit ihrem Vater Heinrich E. Lehmkühler. Neben Jürgen Killburger haben sowohl Ursula Altun als auch Heinrich E. Lehmkühler jahrzehntelang die medizinische Versorgung direkt im Zentrum von Schalksmuehle gewährleistet.

Jetzt übernimmt eine neue Generation das Ruder – und auch die folgende Generation dieser beiden Anwohner möchte den Pfad Seite an Seite gehen. Heutzutage findet man solche Praxisgemeinschaften wesentlich öfter als noch vor 30 oder 40 Jahren. Einerseits bieten Gemeinschaftspraxen den Vorteil, dass teure medizinische Ausrüstungen von verschiedenen Arzten geteilt werden können. Andererseits ergänzen sich allgemeine Practitioner in diesen Kooperationen oft hervorragend und können einander optimal unterstützen.

Daran dass wir zusammenkommen werden, besteht kein Zweifel, doch wann genau, darüber müssen wir uns noch einigen!

Andreas Garthoff (Hausarzt)

In der Mühlenstraße entwickelt sich jetzt eine gemeinsame Arztpraxis, die von Tochter und Vater Lehmkühler geleitet werden soll und für die Pflege der Patienten aus zwei stark frequentierten Allgemeinmediziner-Praxen verantwortlich sein wird. Diese Praxis wurde bereits vorher um das angrenzende frühere Frisiersalon erweitert und bietet nun alle notwendigen Annehmlichkeiten. Der Bürgermeister dürfte mit dieser Entwicklung sicherlich glücklich sein, da dadurch die medizinische Betreuung des Ortes gewährleistet bleibt. Die Patienten der alten Praxis Garthof haben darüber hinaus noch einen anderen Grund zur Freude: In der neuen gemeinsamen Praxis steht ihnen barrierefreie Einrichtungen bevor – ein entscheidender Schritt in Richtung einer zukunftsfähigeren Medizingewinnung.

Offensichtlich ist bei diesem Prozess ebenfalls: Das im letzten Jahr stark debattierte Arztpraxis-Modell, Das ursprünglich an der Viktoriastraße unmittelbar neben der ehemaligen Realschule geplant wurde, ist nun nicht mehr relevant. Neben Garthoff und Lehmkühler war auch Peter Kopycki für diese Ärztpraxis in Betracht gezogen worden. Allerdings wird Kopycki seinen Posten als Dorfmediziner in Dahlerbrück beibehalten und seine Praxis weiterhin an der Volmestrassage betreiben, wo die etablierte Praxis von Lüsebrink bekannt ist. Es scheint daher unwahrscheinlich, dass es zu einer Verlagerung oder Erweiterung dieser Arztpraxen auf einen anderen Standort als die Viktoriastraße kommen wird.

Wegen der positiven Entwicklung im Jahr 2023 an dem Standort Heedfeld hat die Gemeinde Schalksmühle bezüglich ihrer hausärztlichen Versorgung einen wichtigen Aufholritt hingelegt. Obwohl die frühere Praxis des Doktors Killburger geschlossen wurde und dessen Nachfolger, Dr. Michael Maicher, bereits nach einem Jahr und halb seinen Betrieb Anfang 2020 beendet hatte, stellten sich diese Schwierigkeiten mit der Zeit als vorübergehend heraus. Nun wird durch das Erscheinen einer neuen groß angelegten gemeinsamen Arztpraxis genau inmitten des Ortes ein wesentlicher Fortschritt erreicht. Es fehlt jetzt lediglich noch die Genehmigung der KVWL; sobald sie erfolgt ist, könnte die neue Einrichtung schon ab Juli eröffnet werden.

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